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In der modernen Forschung und Entwicklung in Wissenschaft und Industrie wird die
Modellierung, Simulation und Visualisierung mit Hilfe von Hochleistungsrechnern längst
eingesetzt.3D LIC Computersimulation ist eine Schlüsseltechnologie, die maßgeblich für den Erfolg im internationalen Wettbewerb ist. Um diese neuen Arbeitstechniken zu beherrschen, ist eine interdisziplinäre Ausbildung, in der Mathematik, Informatik und eine technische Spezialisierung kombiniert werden, notwendig. Eine solche interdisziplinäre Ausbildung vermittelt neben breit gefächertem Fachwissen auch die Kompetenz zu Teamarbeit in Forschungsgruppen und Industrieprojekten. Computational Engineering ist eine weltweit anerkannte Disziplin, die sich mit der Lösung physikalischer Probleme in Wissenschaft und Technik befasst und dazu mathematische Modelle, Computer- und Softwaresysteme heranzieht.

Die Universität Erlangen-Nürnberg hat sehr früh diesen Trend erkannt und schon im Jahr 1997 den interdisziplinären, internationalen Master-Studiengang „Computational Engineering“ eingerichtet. Dieser Studiengang wurde durch das DAAD Master-Plus-Programm bis zum Jahr 2001 gefördert und seitdem ständig weiterentwickelt und erweitert. Um die Ausbildung in Computational Engineering zu vertiefen, wurde bereits 1999 der Master- durch einen Bachelor-Studiengang ergänzt. Dank der Förderung des DAAD wurde im Jahr 2005 mit der Einführung des „International PhD-Program in Computational Engineering“ für sehr qualifizierte Master-Studierende aus dem In- und Ausland die Möglichkeit zur Weiterbildung in Computational Engineering geschaffen. Mit diesem internationalen Programm wird auch dem steigenden Bedarf an Wissenschaftlern und Ingenieuren mit diesem Profil Rechnung getragen.

Computational Engineering – Ein innovatives interdisziplinäres Fachgebiet

Die Ausbildung in Computational Engineering setzt einen interdisziplinären Studienplan voraus. Fakultätsangehörige von verschiedenen ingenieurwissenschaftlichen Instituten sowie aus den Informatik-, Mathematik- und Physiklehrstühlen sind für das Programm verantwortlich. Jedes der Anwendungsfächer wird sorgfältig auf den akademischen Hintergrund des Studenten, seine Karriereziele und seine Forschungsinteressen abgestimmt. Der Studienplan, der für jeden Studenten individuell maßgeschneidert wird, beinhaltet Kurse in:

  • Informatik (z.B. Algorithmen, Softwareentwicklung, Rechnerarchitektur)
  • Mathematik (t.B. zwei Jahre Mathematik für Ingenieure, Numerische Analyse, Numerische Lineare Algebra)
  • Ein Anwendungsfach aus dem Bereich Ingenieurwissenschaft oder Physik (z.B. Strömungsmechanik, Mechatronik, Optik, Regelungstechnik oder Informationstechnik)

Da der Studienplan interdisziplinär ausgerichtet ist, belegen die Studenten auch Kurse in Fächern, die außerhalb ihrer Spezialgebiete liegen. Absolventen des Studiengangs Computational Engineering sind sowohl auf Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Industrie wie auf eine akademische Karriere ausgezeichnet vorbereitet.