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Warum Computational Engineering studieren?

Computational Engineering (CE) ist ein anspruchsvolles und spannendes Fachgebiet mit interdisziplinärer Ausrichtung. Der Studiengang vereint Informatik, Ingenieurwesen und Mathematik als gleichberechtigte Lehrinhalte.

Die rasante technische Entwicklung hat in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass Ingenieure nicht mehr ohne die Unterstützung durch Hochleistungsrechner auskommen. Um neue Produkte zu entwickeln, unterschiedliche technische Lösungen miteinander zu vergleichen oder die Auswirkungen von Designentscheidungen vorherzusagen, greifen Ingenieure häufig auf die computergestützten Methoden der Modellierung, Simulation und Visualisierung zurück.

Durch die internationale Ausrichtung stehen den Absolventen weltweit ausgezeichnete Karrierechancen in vielen Branchen offen. So sind rechnergestützte Verfahren in der Automobilindustrie, der chemischen Industrie, der Luft- und Raumfahrtindustrie nicht mehr wegzudenken. Ein weiteres Arbeitsfeld, für das der Studiengang qualifiziert, liegt in der Softwarebranche und in staatlichen Forschungsunternehmen. Tätigkeitsfelder sind beispielsweise die Simulation technischer Prozesse, wissenschaftliche Visualisierung, Prozessoptimierung, virtuelle Produktentwicklung, Designentscheidungen, Entwicklung von Hard- und Software.

Ziele des Bachelor-Programms

Anforderungen aus der Industrie: Mit der Doppelqualifikation in Informatik und Ingenieurwesen steht den Absolventen die Tür zu beiden Arbeitsbereichen offen. Im Laufe des Studiums können Bachelorstudenten an fortgeschrittenen anwendungsorientierten Lehrveranstaltungen teilnehmen und somit frühzeitig eine gewinnbringende Qualifikation für den Arbeitsmarkt erwerben. Im Master-Programm wird dem Technischen Anwendungsfach mehr Breite und Tiefe verliehen, so dass die Studierenden in aktuelle Forschungsthemen eingeführt werden.

Internationale Ausrichtung: Das Programm erfüllt die international anerkannte Bachelor-Master-Struktur. Eine große Anzahl an Lehrveranstaltungen für das Master-Programm wird auf Englisch angeboten, so dass der Studiengang auch viele ausländische Studierende anlockt. Gleichzeitig werden die deutschen Studierenden im Bachelor-Programm an Englisch als die internationale wissenschaftliche Sprache herangeführt, so dass ein Studium im Ausland problemlos möglich ist. Die Möglichkeit eines Auslandsstudiums wird zusätzlich durch die Kompatibilität des Programms mit dem angloamerikanischen Universitätssystem erhöht.

Interdisziplinarität: Computational Engineering ist ein interdisziplinäres Fach. Das Programm beinhaltet Informatik, Angewandte Mathematik und ein ingenieurwissenschaftliches Fach (das sogenannte Technische Anwendungsfach oder einfach TAF). Die Module werden von Lehrkräften mehrerer Institute der Technischen Fakultät gehalten. Die Studierenden werden so zu interdisziplinärem Arbeiten ermutigt.

Flexibilität: Die Integration vieler verschiedener spezieller Gebiete setzt eine flexible Organisation des Studienplans voraus. Entsprechend dem angloamerikanischen Vorbild haben die Studierenden die Möglichkeit, sich einen individualisierten Studienplan aus einer großen Auswahl von Feldern zusammenzustellen. Für eine optimale Unterstützung der Studierenden stehen Studienberater bereit. Zudem können die Studierenden einen Mentor wählen, der ihnen bei unterschiedlichen Problemen zur Seite steht.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Informatik-Vorkenntnisse: Das für den CE-Studiengang vorgeschriebene Modul Algorithmen und Datenstrukturen und die zugehörigen Lehrveranstaltungen bauen auf dem Schulstoff auf, der im Lehrplan der bayrischen Gymnasialschulordnung vorgeschrieben ist. Auch wenn die Vorlesung die wichtigsten Konzepte im Schnelldurchlauf wiederholt, ist es ratsam, die in den Lehrplänen der 6. Jgst., 7. Jgst., 9. Jgst. und 10. Jgst. (idealerweise auch 11./12. Jgst.) definierten Lernziele mit Informatik-Bezug vor Studienbeginn hinreichend zu beherrschen.

Damit Sie Ihre Informatik-Vorkenntnisse besser einschätzen können, versuchen Sie die in der Tabelle bereitgestellten Aufgaben auf der Seite https://www2.cs.fau.de/rip zu lösen. Zur Auffrischung des Schulstoffs wird vor Beginn der Vorlesungszeit ein Informatik-Repetitorium für Erstsemester angeboten.

Weitere Voraussetzungen: Geistige Flexibilität und Kreativität sind beim Entwickeln immer wieder neuer analytischer Konzepte für wechselnde Anwendungsbereiche unabdingbar. Wer abstraktes Denken etwa im Mathematik- oder Physikunterricht trainiert hat und Freude daran hatte, mathematische Methoden in der Praxis anzuwenden, ist in der Informatik bestimmt gut aufgehoben. Einsatzbereitschaft, eine selbständige, strukturierte Arbeitsweise und die Fähigkeit im Team zu arbeiten sind weitere Erfolgsfaktoren für ein Informatik-Studium. Außerdem sollte man ein ordentliches Maß an Durchhaltevermögen mitbringen, um sich z. B. auch über längere Zeit mit komplexen Problemen zu beschäftigen ohne gleich nach wenigen Minuten entnervt aufzugeben, wenn man (noch) keine Lösung gefunden hat. Zudem sollten auch ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache vorhanden sein.

KEINE Voraussetzungen sind z. B.:
- Mathematik- oder Physik-Leistungskurs in der Schule
- Wissen über PC-Hardware oder Anwenderprogramme
- Netzwerkkenntnisse, etc.